RATHAUSANBAU: JETZT GEHT ES UM DIE ENTSCHEIDENDEN FRAGEN.
Die Diskussion um den Rathausanbau hat in den vergangenen Tagen viel bewegt.
Und inzwischen gibt es neue Gespräche, neue Informationen und erste mögliche Alternativen.
Das ist gut.
Denn genau das haben wir als WGO von Anfang an eingefordert:
Mehr Transparenz. Mehr Information. Und die berechtigten Fragen und Bedenken unserer Bürger ernst nehmen.
Für uns steht dabei weiterhin außer Frage, dass unsere Verwaltung ausreichend Platz und vernünftige Arbeitsbedingungen benötigt. Deshalb wurde die Erweiterung des Rathauses seinerzeit auch mit Stimmen der WGO beschlossen.
Dazu stehen wir.
Aber die entscheidende Frage ist für uns nicht, ob ein Fenster erhalten bleibt, ein Gebäude zwei Meter weiter links steht oder welche Dachform jemand persönlich schöner findet.
Die entscheidenden Fragen sind:
Wie viel Platz braucht unsere Verwaltung tatsächlich?
Welche Räume werden wirklich benötigt?
Sind rund 480 m² zusätzliche Fläche notwendig?
Und ist die geplante Lösung mit 2,6 Millionen Euro für Obermichelbach funktional und wirtschaftlich die richtige?
Genau darüber möchten wir sprechen.
Mittlerweile liegt die schriftliche Baugenehmigung vor. Gleichzeitig werden Veränderungen der bisherigen Planung diskutiert. Dabei muss allerdings ebenfalls transparent gesagt werden: Größere Änderungen können eine Neuplanung notwendig machen und aufgrund bereits vergebener Aufträge zusätzliche Kosten verursachen.
Auch diese Kosten gehören auf den Tisch.
Denn weder ein „Wir bauen einfach wie geplant“ noch ein „Wir planen einfach alles um“ wäre aus unserer Sicht eine ausreichende Antwort.
Es braucht Zahlen, Fakten und belastbare Alternativen.
Deshalb begrüßen wir, dass weitere Gespräche stattfinden und die Bürger ihre Fragen einbringen können.
Und deshalb wollen wir uns vor der Bürgerinformation auch nicht vorschnell auf eine neue Variante festlegen.
Erst müssen die entscheidenden Fragen beantwortet werden:
Was brauchen wir wirklich?
Was kostet die bisherige Planung?
Was würden realistische Alternativen kosten?
Welche Mehrkosten entstehen durch Änderungen?
Und welche Lösung ist langfristig für Obermichelbach sinnvoll und finanzierbar?
Danach muss neu bewertet werden. Nicht vorher.
Für uns gehört dazu auch echte Bürgerbeteiligung.
Wenn so viele Menschen ein kommunales Projekt kritisch hinterfragen, dürfen ihre Fragen nicht als Störung empfunden werden.
Sie gehören zu einer lebendigen Gemeinde dazu.
Deshalb werden wir uns weiterhin dafür einsetzen, dass Bürger wieder mehr Möglichkeiten erhalten, ihre Fragen unmittelbar einzubringen.
Unser Anspruch als WGO ist klar:
Nicht einfach dagegen sein.
Nicht einfach durchwinken.
Zuhören. Nachfragen. Fakten offenlegen. Alternativen prüfen. Und dann verantwortlich entscheiden.
Denn am Ende sollte es beim Rathausanbau nicht darum gehen, wer Recht behalten hat.
Es sollte darum gehen, was Obermichelbach wirklich braucht – und was es uns wert ist.
